
Wenn wir schenken — also Zeit, Aufmerksamkeit oder ein Geschenk einem anderen Menschen geben — profitieren nicht nur die Beschenkten, sondern wir selbst spüren echte positive Effekte. In Hirnscans zeigte sich, dass bei freiwilligem Geben gerade jene Belohnungszentren aktiv werden, die auch bei primären „Belohnungen“ wie Essen oder erfüllten Bedürfnissen feuern. [PMC+2medicalschool.tv+2] Gleichzeitig wird bei sozialen Gesten wie Schenken das Hormon Oxytocin freigesetzt — oft genannt „Bindungs‑ oder Kuschelhormon“ — welches Vertrauen, Verbundenheit und Entspannung fördert. [ScienceDirect+2AerzteZeitung.de+2]
Darüber hinaus kann Schenken helfen, Stress abzubauen: In einer Studie etwa erholten sich Menschen nach einer Stresssituation schneller — ihr Blutdruck und Puls sanken stärker —, wenn sie sich entschieden, etwas Nettes für jemand anderen zu tun statt für sich selbst. [PubMed]
In der Forschung wird dieser Wohlfühl‑ und Verbundenheitseffekt gerne als „warm‑glow“ bezeichnet: Wir fühlen ein warmes, positives Leuchten — nicht nur, weil wir geben, sondern weil wir bewusst etwas Gutes für andere tun. [science.ORF.at+2Universität Leipzig+2] Damit ist Schenken nicht nur eine soziale Geste, sondern eine reale, neurobiologisch und physiologisch wirksame Handlung: Sie kann unsere Stimmung heben, unsere soziale Verknüpfung vertiefen und sogar körperlich beruhigen.
